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29.01.29 |
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1.Tag Mit der Bahn Mit dem Rad
Los geht es Sonnabend Morgen um 8 Uhr, Wetter bewölkt, ich radle zum Bahnhof, Verabschiedung von meiner Frau, dann kommt auch schon der Zug. Schnell das schwere Rad hineingehoben, und los geht die Reise. Umsteigen in Ulzburg-Süd, die gleiche Prozedur. Die AKN ereicht Neumünster, dank Fahrstuhl kann ich problemlos den Fahrsteig wechseln. Dann kommt der Zug nach Padborg. Ich halte nach dem Fahrradwagon Ausschau. Gefunden. Aber was soll denn das sein? Eine nur ca 50cm große Tür, in ein Meter Höhe. Oh mein Gott, wie soll ich denn da mein Fahrrad durchbekommen. Ich hebe das Vorderrad an, es passt gerade so mit den Taschen durch. Ein anderer Passagier hilft mit, zieht von Vorne am Rad während ich es von Hinten hochaste. Mit viel Kraft und hin und her ruckeln zwängt es sich durch den viel zu engen Türspalt. Ja haben die von der Bahn noch nie ein Fahrrad verladen? Das gibt es dich gar nicht. Innen angekommen stelle ich das Rad an den vorgesehen Platz ab, es ist sehr laut in dem Abteil, weil die Türen zum nächsten Wagon nicht richtig schließen und somit die starken Fahrgeräusche vom Verbindungsgang durchdringen. Ich fluche, denn so habe ich mir das alles nicht vorgestellt. Da gibt es noch viel Verbesserungspotential, liebe Leute von der Bahn. Heimatbahnhof Fahrrad im EC In Padborg dann wird es noch schlimmer. Der Bahnsteig ist hier noch niedriger als in Neumünster. Ich muss das Rad samt Gepäck wieder durch die enge Tür asten, dahinter geht es ca 1,5 m steil nach unten. Diesmal helfen mir eine Passagierin und ein Schaffner. Bin ich froh, als ich alles heil am Boden habe. Wenigstens scheint hier jetzt die Sonne, und als ich den Radweg Richtung Kupfermühle erreiche, erhellt sich auch wieder meine Mine. Radweg Richtung Kupfermühle See bei Kupfermühle Schnell erreiche ich über schöne Feldwege den Fjordvejen, einer kleine schönen Straße immer am Flensburger Fjord lang. Leider bläst ein ziemlich heftiger Wind, natürlich genau von vorne, und ich quäle mich teilweise im kleinsten Gang vorwärts. Aber die Aussicht ist grandios, das Wasser fasziniert, und es ist übersäht mit Segelbooten. Das entschädigt doch etwas für die Strapazen. Es wird wärmer.. Segelboote auf der Ostsee Schließlich erreiche ich Grasten, und bei meinem Lieblingsimbiss unten am Hafen unter der Klappbrücke mache ich Pause und verdrücke einen Hamburger. Dazu noch ein Käffchen und ein Däne, der meinte, mir seine ganze Lebensgeschichte erzählen zu müssen. Halb Dänisch, halb Deutsch. Ich verstehe nicht viel, nicke aber freundlich nach jedem Satz, den er sagt. Als es mir zuviel wird und ein Nackenmuskelkater droht, schwinge ich meinen Hintern wieder auf den Sattel und fahre weiter. Ich ereiche Broager, dessen weit sichtbaren doppelten Kirchtürme berühmt für diese Gegend sind. Ich fahre an der hübschen Kirche vorbei und erreiche den Vemmingbund, eine Badestrandbucht, wo ich mir ein lecker Softeis gönne. Broager Kiosk am Vemmingbund Dann mach ich mich auf Richtung Sonderborg. Ich komme an Dybbol vorbei, welches berühmt ist für seine Schanzen und eine Schlacht aus dem Jahre 1864. Auch die Mühle ist sehenswert. Dann geht es weiter , und ich habe schönen Ausblick über den Fjord auf Sonderborg. Mühle von Dybbol Hafen von Sonderborg Vom Hafen aus hat man einen guten Blick auf das Schloss. Auf dem Fjord herrscht ein buntes treiben, und alle 30 Minuten öffnet sich die Klappbrücke, damit die Segelschiffe mit ihren langen Masten vorbeifahren können. Sonderborg Schloß 3-Master vor der Brücke Ich spaziere noch etwas durch die Stadt, bevor ich mich dann Richtung Campingplatz aufmache. Der Campingplatz liegt direkt an einer Tennisanlage, was ich erst am nächsten Morgen bemerke - ein ständiges "Bing - Bong" reißt mich aus dem Schlaf, das war wohl das erste und letzte mal, dass ich hier übernachtet habe. Innenstadt Sonderborg Abendstimmung am Hafen |
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Stand: 27.10.08