Heute laß ich es gemächlich angehen, ausgedehntes Frühstück, Kraft
tanken. Auf dem Programm steht eine Radtour um den großen See bei Maribo,
dem Sonderso. Der Wind bläst immer noch ziemlich stark aus
östlicher Richtung, selbst ohne Gepäck sind die ersten Kilometer
Richtung Osten wieder harte Arbeit. Sowie man die großen Straßen
verlässt, wird es menschenleer, wo sind bloß die ganzen Dänen
abgeblieben? Der Weg führt am See entlang über kleine Straßen und
Schotter/Waldwege. Es ist sehr idyllisch. Auch ein paar Regentropfen
können den schönen Eindruck nicht trüben.
Waldweg um den See
Herrenhaus am See

Nach ca 25 km und 3 Stunden gemächlichen Fahrens mit viel Pausen
erreiche ich wieder Maribo. Es steht noch ein ausgedehnter Stadtbummel
an, und Abends gönne ich mir ein leckeres Menü im Chinarestaurant.
Weg nach Maribo

Ich überlege, ob ich morgen wirklich noch wie geplant ganz nach Mön
weiterfahren soll. Das wären noch mal über 100 km gegen den heftigen
Ostwind. Die Wettervorhersage verheißt auch nichts Gutes. Schweren
Herzens entscheidet die Vernunft in mir, die Tour hier abzubrechen und
morgen dann mit dem Wind im Rücken Richtung Rodby zur Fähre nach
Puttgarden zu fahren. Ich fühle mich platt, der ständige Ostwind hat
seine Spuren bei mir hinterlassen, eine Menge Kraft geraubt.